Landschaftserhaltungsverband Schwarzwald-Baar-Kreis e.V.

LEV e.V.

Natura 2000-Managementplan für das FFH-Gebiet 7915-341 „Schönwälder Hochflächen“ – Öffentliche Auslegung

Der Natura 2000-Managementplan „Schönwälder Hochflächen“ liegt im Entwurf vor und wird in der Zeit vom 27. März bis 23. April 2017 öffentlich ausgelegt (Mitteilungstext). Die Unterlagen stehen auf den Seiten der LUBW zum Download bereit unter http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/44495/. Stellungnahmen können bis einschließlich 07.05.2017 eingereicht werden.

Konstruktiver Austausch beim Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz in Oberbaldingen

Etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am 3. April im Gasthof Hirschen in Bad Dürrheim-Oberbaldingen zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie sich Landwirtschaft und Naturschutz vereinbaren lassen. Der von NABU und Landschaftserhaltungsverband Schwarzwald-Baar-Kreis gemeinsam organisierte Workshop unter dem Motto „Gemeinsam biologische Vielfalt erhalten“ fand im Rahmen des Projekts „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“ statt, das die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg fördert. „Die durchweg positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind ein klares Signal: Es ist wichtig, den Dialog zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Verwaltung zu intensivieren, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen. So lassen sich gemeinsam praktikable und sinnvolle Lösungen finden“, betonten Stefan Walther (LEV Schwarzwald-Baar-Kreis) und Jochen Goedecke (NABU).

Im Rahmen des Workshops stellte unter anderem Biodiversitätsberater Florian Wagner das landesweite Programm zur Biodiversitätsberatung vor. Ziel ist es, Landwirtinnen und Landwirte dabei zu unterstützen, für den eigenen Betrieb geeignete Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt zu identifizieren. Einen weiteren Schwerpunkt des Workshops bildeten die Erfahrungen aus der Praxis. Am Beispiel von mit Schafen beweideten Flächen und aus Vogelschutzgründen spät gemähten Wiesen, erläuterte der Landwirt Jürgen Moser, wie sich Naturschutzmaßnahmen umsetzen lassen und welchen Aufwand sie für landwirtschaftliche Betriebe bedeuten.

Bei der anschließenden Exkursion zu den Flächen von Landwirt Bernhard Bolkart tauschten sich die Vertreterinnen und Vertreter von Landwirtschaft, Verwaltung, Naturschutz- sowie drei Landschaftserhaltungsverbänden direkt vor Ort darüber aus, wie Landwirtschaft und Artenschutz zusammenkommen können. Und wie trotz und gerade wegen der landwirtschaftlichen Nutzung Lebensraum für seltene Arten entstehen kann. Landwirt Bernhard Bolkart bewirtschaftet hier einen ehemaligen Acker als extensive Weide. Dank der Beweidung durch Rinder mit geringer Beweidungsintensität können sich hier jedes Jahr Kiebitzpaare zum Brüten niederlassen.

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Workshop in Oberbaldingen/ Foto: NABU

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Exkursion zu den Kiebitzflächen des Betriebs Bolkart/ Foto: NABU